Rückblick öffentlicher Auftakt STEK Erlangen, 13.01.2026
Worum geht es im STEK-Prozess? Was sind erste Erkenntnisse aus der Analysephase? Vor welchen zentralen Herausforderungen und Chancen steht die Stadt heute?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Stadtentwicklungskonzept (STEK) am 13. Januar 2026 im ZAM – Zentrum für Austausch und Machen.
Rund hundert Teilnehmende informierten sich über den laufenden Prozess und brachten eigene Impulse auf einem begehbaren Stadtplan ein. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den konstruktiven und engagierten Austausch!
Der Ablauf gliederte sich in vier Teile:
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Einführung: Zu Beginn begrüßte Tilmann Lohse, Leiter des Amts für Stadtplanung und Mobilität, die Teilnehmenden und ordnete das STEK als strategisches, in die Zukunft gerichtetes Planungsinstrument ein. Er erläuterte den Rahmen zwischen informeller und formeller Planung, die gemeinsame Verantwortung von Verwaltung, Politik, Fachöffentlichkeit und Stadtgesellschaft sowie den Prozess bis hin zum Bebauungsplan.
Oberbürgermeister Dr. Florian Janik betonte, warum der STEK-Prozess jetzt wichtig ist: Erlangen wird sich weiter verändern – durch wirtschaftliche Dynamik, demografischen Wandel und Klimawandel. Ziel des STEK ist es, diese Entwicklungen aktiv zu gestalten, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen und die Chancen des Wachstums bewusst zu nutzen.
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Fachlicher Input: Im Anschluss stellte das Team der Planungsbüros Forward Planung und Forschung sowie berchtoldkrass den STEK-Prozess, die bisherigen Analyseergebnisse im Sinne einer ersten räumlichen Bestandsaufnahme (SWOT) sowie die daraus abgeleiteten zentralen Handlungsfelder vor. Erläutert wurden zudem die identifizierten Schlüsselräume und die damit verbundenen Schlüsselfragen – etwa zum Wohnraumbedarf, zur Klimaanpassung und zur Mobilitätswende. Abschließend gab das Team einen Ausblick auf die weiteren Beteiligungsformate (siehe Präsentation).
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Interaktive Phase: An vier Stationen konnten die Teilnehmenden Hinweise, Einordnungen und Ideen zur zukünftigen Entwicklung Erlangens einbringen – am Luftbild, auf thematischen Karten sowie am „Barometer“ mit Zustimmung oder Ablehnung zu fünf Thesen (siehe Zusammenfassung der Ergebnisse). Die Rückmeldungen der rund 100 Teilnehmenden zeigen ein breites Themenspektrum mit klaren Schwerpunkten auf Mobilität, Klimaschutz, Wohnen und sozialer Infrastruktur. Besonders deutlich wurde der Wunsch nach einer Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, einer Stärkung von Rad- und öffentlichem Verkehr sowie nach mehr Grünflächen und konsequenter Klimaanpassung. Zugleich standen eine flächensparende Innenentwicklung, ein aktiver Umgang mit Leerstand, die Stärkung und Belebung der Innenstadt sowie eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung im Fokus der Beiträge.
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Fazit und Ausblick: In seinen Abschlussworten betonte Harald Lang, Leiter des Referats Planen und Bauen, dass die Beiträge der Veranstaltung nun systematisch ausgewertet und in der weiteren Planung in konkrete Handlungsschritte überführt werden. Ziel ist es, aus der Vielzahl der Beiträge tragfähige und mehrheitsfähige Perspektiven für die langfristige Stadtentwicklung abzuleiten.
Dokumente zur Veranstaltung
Alle Fotos: Simeon Johnke








